Heuer fanden die Weltmeisterschaften im Mountainbike Orienteering von 27. Juli bis 04. August in Viborg (Dänemark) statt.
Aufgrund meiner bisherigen heurigen Saisonergebnisse hatte ich mir als Ziel zumindest Top 10 Platzierungen gesteckt und wenn alles super läuft habe ich von einem Einzeldiplomplatz (Top 6) geträumt. Leider kommt es manchmal ganz anders als man denkt…

Der Start in die WM Woche erfolgte am Sonntag den 28. Juli mit dem WM Sprint in der Innenstadt von Viborg. Ich erwischte einen guten Start und wählte das Tempo orientierungstechnisch schwerem Gebiet bewusst etwas langsamer. Leider ging der Auftakt total in die Hose als ich am Weg zu Posten Nr. 4 eine Kreuzung übersehen habe und daher in eine komplett falsche Richtung abbog. Das Resultat war ein sehr großer Fehler der im 68. Platz endete.

Nach dem enttäuschendem Auftakt sammelte ich wieder meine Gedanken und startete motiviert in den Mitteldistanz Bewerb. Ich hatte ein gutes Rennen und fühlte mich auch recht sicher und schnell während dem Wettkampf. Als ich ins Ziel kam hörte ich von der Zeitnehmung, dass ich leider nicht alle Posten richtig angefahren bin und daher wurde ich disqualifiziert. Die Enttäuschung war sehr groß und ich ärgerte mich, dass ich nicht das abrufen konnte was ich eigentlich drauf habe.

Zum Glück kommen noch meine zwei „Paradedisziplinen“ Langdistanz und Massenstart, dachte ich mir.
Nach einem notwendigen Ruhetag wurde das Langdistanzrennen ausgetragen. Ich hatte ein sehr gutes Rennen, nahm nicht das letzte Risiko und absolvierte die knapp 50km lange Strecke mit kaum Fehlern. Im Ziel konnte ich mich über den vorrübergehenden 6. Platz freuen, aber ich wusste das noch einige Athleten auf der Strecke sind. Schlussendlich wurde es der 17. Platz. Ich kann mir bei diesem Rennen nichts vorwerfen und auch der Zeitrückstand war nicht groß, jedoch waren einige Athleten an diesem Tag knapp schneller als ich.

Im Massenstart Bewerb wurde am Freitag den 2. August zum letzten Mal um Einzelmedaillen gekämpft. Ich war sehr motiviert, immerhin galt es eine WM Bronzemedaille vom Vorjahr für mich zu verteidigen. Leider lief es vom Start an nicht gut. Knapp nach dem Start fuhr mir ein Gegner in das Hinterrad und beschädigte dabei meine Schaltung. Nachdem ich den Defekt möglichst gut behoben hatte, konnte ich wieder Platz um Platz aufholen. Gerade als ich mich wieder in die Top 20 Ränge nach vorne gekämpft hatte, passierte das nächste Malleur. In einer Kurve kollidierte ich frontal mit einem entgegenkommenden russischen Kontrahenten. Nach diesem zum Glück glimpflich ausgegangenen Umfall galt es für mich nur noch möglichst gut Energie für den abschließenden Staffelbewerb zu sparen.

In die Staffel startete ich mit dem Team Österreich I mit Tobias Breitschädel am Start, ich absolvierte die mittlere Strecke und Andreas Waldmann die Schlussstrecke. Nach einem guten und soliden Start von Tobias Breitschädel konnte ich auf Platz 9 liegend die zweite Strecke in Angriff nehmen. Ich hatte endlich zum Abschluss der WM Woche ein sehr gutes Rennen und konnte zwei Platzierungen aufholen. Auf der Schlussstrecke holte Andreas Waldmann noch einen Platz auf und daher konnten wir als „Rettung“ der WM Ergebnisse doch noch an der Siegerung als Sechstplatzierte teilnehmen und uns ein Diplom sichern.

Ich freue mich nun auf ein paar ruhigere Tage und werde mich dann bestmöglich auf die kommenden Wettkämpfe im September vorbereiten. Das Weltcupfinale findet am ersten Oktoberwochenende in Deutschland statt und dort gilt es nochmals eine gute Leistung zu zeigen und sich eine möglichst gute Startposition für die kommende Saison zu erkämpfen. Nächstes Jahr werde ich mein bestmögliches versuchen etwas besser meine beruflichen und sportlichen Gedanken zu trennen und dann erhoffe ich mir wieder Top Ten Resultate bei der WM in Tschechien für Österreich zu erobern.

Über den Author
Kevin Haselsberger

Verein: Naturfreunde Villach
Sportart: Mountainbike-Orientierung
Geburtstag: 25.06.1989

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