Die MTBO-WM fand von 10.-18.06. in Kuortane, Finnland statt. Die Chancen auf Top 10 Platzierungen bestanden, da ich in der letzten Weltcup-Saison – 2019 – einige Platzierungen in den Top 10 einfahren konnte. Jedoch war es sehr schwer, abzuschätzen, auf welchem Niveau – orientierungstechnisch und physisch – sich meine Kontrahentinnen befinden, da es vor der WM keine gemeinsamen Trainingsmöglichkeiten bzw. World Ranking Events gab. Auch der finnische Wald war für mich neu und somit hoffte ich, im vorderen Drittel mitfahren zu können.

Die erste solide Leistung gelang mir bei dem ersten Rennen – dem Massenstart. Nach einer verpatzten Routenwahl am Anfang, aber einem schnellen restlichen Rennen und konnte ich mir den 9.Platz sichern.
Der Sprint am darauffolgenden Tag ist mir nicht so gut gelungen. Das Gelände war extrem ruppig (sehr viele kleine Wege mit einer Mischung aus Felsen, Wurzeln und Gatschlöcher) und ich tat mir schwer, die Karte während des Fahrens zu lesen. Somit verlor ich viel Zeit durch das ständige Anhalten und ein paar Unsicherheiten mischten sich auch mithinein. Somit war das Rennen abzuhaken.

Die erste Sensation gelang mir auf der Mitteldistanz. Ich fand von Beginn an in die Karte und fuhr ein fast fehlerloses Rennen in einem sehr hohen Tempo. Der Wald war orientierungstechnisch sehr anspruchsvoll, jedoch stellte dies kein Problem für mich dar. Nur vier weitere Mädels (ich war 5.) schafften eine noch schnellere Zeit als ich! Und mit diesem Rennen gelang es mir, mein erstes Diplom bei einem Einzelrennen bei einer WM zu ergattern. Bei der WM an der Siegerehrung teilnehmen zu dürfen (1.-3.Platz Medaille, 4.-6.Platz Diplom) ist schon ein sehr besonders Gefühl!

Nach dem Ruhetag stand noch die Langdistanz am Programm. Ich hoffte auf eine weitere gute Platzierung, jedoch war mein Traum zwischendurch sehr fern. Ich erwischte eine langsame Routenwahl zu Beginn des Rennens und wurde sehr bald von der Fahrerin, die 3min hinter mir gestartet ist, eingeholt. Ich schaffte es jedoch, meinen Fokus wieder auf die Karte zu lenken und fuhr mein Rennen in einer soliden Manier – ohne groben Fehler – fertig. Und als ich ins Ziel kam, verkündete der Sprecher, dass ich mir mit dem 6.Platz ein weiteres Diplom gesichert hätte. Ich konnte es zuerst nicht fassen, jedoch war ich überglücklich, dass ich mein Rennen, trotz miesem Start, so konzentriert fertiggefahren bin. Eine weitere Teilnahme an der Siegerehrung stand somit am Programm.

Da ich diesmal keine Staffelpartnerinnen hatte, fuhr ich zum Abschluss in der Herrenstaffel mit. Ohne jegliche Chance mitzuhalten, gab ich dennoch mein Bestes und suchte mich durch einen weiteren herausfordernden Wald.

Ich bin sehr stolz über meine Leistungen und kann es noch immer nicht ganz fassen, dass ich mir gleich zwei Diplome sichern konnte.

Aber auf den Lorbeeren ausruhen gibt es nicht! Die EM findet im Oktober in Portugal statt und bis dahin wird fleißig weitertrainiert, um an die Ergebnisse anschließen zu können! Ich freue mich schon auf die nächste Möglichkeit, mich mit den anderen Mädels zu matchen!

Alles Liebe, Marina 

Über den Autor
Marina Reiner

Verein: Naturfreunde Villach
Sportart: Mountainbike-Orientierung
Geburtstag: 30.11.1990

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