Von 30. Juni bis zum 2. Juli fanden dieses Jahr am Schindlhof (Fritzens-Wattens / Tirol) die Meisterschaft und das damit verbundene Qualifikationsfinale statt. Pommery und ich konnten mit Bestleistung dabei Bronze nach Kärnten holen und gleichzeitig ein Ticket zu den Europameisterschaften nach Göteborg holen.

Anders als sonst fuhr meine Trainerin Sara Wahl mit Pommery im Pferdeanhänger ohne mich am Donnerstagvormittag los um am Nachmittag pünktlich beim Vet-Check antreten zu können. Ich hatte meinerseits zur selben Zeit noch eine Klausur im Audimax meiner Ausbildungsstätte zu absolvieren und hatte daher beschlossen, mit dem Zug hinterher zu fahren. Da ich erst am frühen Abend den Bahnhof in Wattens erreichte und von meiner Mentaltrainerin Christina Lechner in Empfang genommen wurde, fehlte mir buchstäblich der erste Turniertag. Dadurch, dass ich den Hof bereit vom letzten Jahr noch kannte, war es mir jedoch möglich beim abendlichen Mentaltraining mich auf den kommenden Tag gut vorzubereiten.

Relativ entspannt konnte ich mit Pommery nach mentalen und physischen Warm-up um 12:47 Uhr als vorletzte Reiterin an den Start gehen. Aus dem Blickwinkel der Richter und Zuseher wirkte der 21-jährige Schwarzbraune sehr fleißig, motiviert und routiniert, was uns einen persönlichen Rekord von über 76 % und den dritten Platz verschaffte – auch wenn ich verblüfft zugeben muss, dass es auf den Video viel besser aussah, als ich es als Reiterin im Gespür hatte.

Umso motivierter gingen wir am Samstag an den Start – dieses Mal als erste Reiterin. Trotz kleiner Fehler während der Prüfung bekamen wir für unseren Ritt über 75 % und landeten im ersten Teilbewerb der Meisterschaft nur knapp (mit einem Abstand von 0,2% ) auf den fünften Platz – das waren auch meine letzten Punkte für die EM-Qualifikation.

Nach der Siegerehrung wurden wir Team-Reiter von Equipe-Chefin und unserer Referentin zur Teamsitzung gerufen. Während diesem Meeting wurde das Team, die besten vier Kader-Reiter, für die Europameisterschaften in Göteborg bekannt gegeben. Pommery und ich landeten mit unseren diesjährigen Leistungen auf Platz drei und dürfen uns auf die Reise in August freuen.

Da der größte Druck am Samstag von uns gefallen war konnten wir uns umso mehr auf Sonntag freuen; nach dem Motto: „Kür-Tag ist Spaßtag“ Mit meiner Trainerin Sara haben wir eine Musikkür aufgebaut, welche für Reiter meines Grade überaus anspruchsvoll von den Lektionen ist. Zum Beispiel zeigen wir Seitwärtsgänge und auch Trab. Schon zwei Wochen zuvor wurde unser Freestyle auf einem internationalen Turnier mit über 71 % bewertet, was natürlich das Selbstvertrauen stärkt. Am Schindlhof freuten wir uns daher über 77, 333 % und erneut Platz 3. In der Gesamtwertung der Staatsmeisterschaft holten wir somit Bronze hinter unseren Kollegen Pepo Puch und Bernd Brugger.

Nun legen wir unseren Fokus auf die EM in August!

PS: Hier sind noch die Interviews von Samstag vor der Sitzung! 🙂

Wir haben Österreichs Para-Reiter getroffen und sagen: Chapeau vor eurer Leistung!

Über den Autor
Julia Sciancalepore

Verein: Reitverein St. Georg
Sportart: Para – Sport
Geburtstag: 24.09.1995

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