Gleich zwei Staatsmeisterschaften wurden am Wochenende des 18. und 19. Juli ausgetragen. Am Samstag fand die Sprint-Staatsmeisterschaft statt. Gefahren wurde im Murwald bei Judenburg in der Steiermark. Das Gebiet bot uns Wettkämpferinnen und Wettkämpfern zwei unterschiedliche Wälder. Der erste Teil des Rennens wurde in einem halboffenen Gebiet mit großen Wiesenwegen gefahren. Wichtig war es, in der Vielzahl an Wegen den richtigen zu erwischen. Auch war das Tempo in diesem Bereich sehr hoch. Nach ungefähr einem Drittel des Rennens wechselte der Kurs in einen fahrtechnisch schwierigeren Waldabschnitt. Das Kartenlesen und Orientieren war auf den kleinen wurzeligen Waldwegen um einiges erschwert. Die Taktik lag darin, die Geschwindigkeit an das Merkvermögen anzupassen, um bei den richtigen Kreuzungen abzubiegen. Ich hatte ein Rennen, so fahre ich es nicht so oft – super Beine, die schnell beschleunigen konnten, einen klaren Kopf, der mir das Merken und Routenplanen fast fehlerlos ermöglichte und endlose Motivation, den Titel ins Ziel zu holen. Und es ging auf! So beschwingt stand ich bis jetzt nicht so oft im Ziel! Den Titel der STaatsmeiterin über die Sprintdistanz hatte ich mir somit gesichert! 

Am Sonntag folgte die Staatsmeisterschaft über die Mitteldistanz. Gefahren wurde im selben Waldgebiet, jedoch auf einer größeren Karte mit einem komplett anderen Kurs. Somit war es erneut eine Herausforderung, sich in dem Wald zurechtzufinden. Ich muss gestehen, ich startete gut, aber war nicht ganz bei der Sache. Es schlich sich gleich zum dritten Posten der erste Fehler ein und ich setzt dann zum 4. Posten noch einen darauf. Ich fand aber wieder ins Rennen und versuchte, die verlorene Zeit wieder gut zu machen. Es passierte mir noch ein gröberer Fehler und zu dem Zeitpunkt hatte ich die Hoffnung auf den Sieg verloren. Auf der physisch anspruchsvollen Schlussschleife trat ich noch ordentlich in die Pedale und konnte wichtige Zeit aufholen. Bei der Einfahrt ins Zielgelände hörte ich den Sprecher und dieser sprach von Sekunden unterschied. Ich versuchte, im Zielsprint alle verbliebenen Kräfte zu mobilisieren und düste so schnell es mir noch möglich war über die Ziellinie. Am Ende waren es die letzten Meter, die mir den Sieg brachten! 4 Sekunden Vorsprung hatte ich schlussendlich und konnte mich somit über den zweiten Titel an diesem Wochenende freuen! 

Einfach schön, wieder im Wald unterwegs zu sein und sich mit den anderen matchen zu können! 

Über den Autor
Marina Reiner

Verein: Naturfreunde Villach
Sportart: Mountainbike-Orientierung
Geburtstag: 30.11.1990

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