Die langersehnte Heim-Weltmeisterschaft in Zwettl, Waldviertel, Niederösterreich, startete am 07.08.2018. Das österreichische Team verbrachte mehrere Trainingslager in dieser Gegend, um sich auf das spezielle, teils sehr steile Gelände, vorzubereiten. Der Heimvorteil stand aber von Anfang an fest.

Das erste Rennen war der Massenstart. Die Gabelungen der Strecke waren kreuz und quer gesetzte, um es den Wettkämpfern in dem wegreichen Wald durch den ständigen Gegnerkontakt zusätzlich schwerer zu machen. Ich startete gut, machte aber einige Fehler im Laufe des Rennens. Die Devise des Tages war es, die Fehleranzahl so gering wie möglich zu halten. Während des Rennens hatte ich keine Ahnung, an welcher Position ich lag. Im Ziel angelangt konnte ich über den unterwarteten 7.Platz jubeln! Ein Top 10 Ergebnis war mein Ziel, aber dass ich es gleich im ersten Rennen erreiche, war überwältigend!

Am 08.08. folgte die Mitteldistanz. Das Gelände war extrem steil und einige der Steigungen waren für mich unfahrbar, somit musste ich das Bike raufschieben. Zusätzlich war die Strecke orientierungstechnisch sehr anspruchsvoll. Es passierten mir einige Ungenauigkeitsfehler, die mir einiges an Zeit kosteten. Ich war mit meiner Leistung nicht zufrieden und dennoch schaffte ich es auf den 16. Platz. Das war das selektivste Rennen seit Langem!

Es folgte am 09.08. die Staffel, bei der unsere erste Fahrerin leider einen Crash mit einem anderen Fahrer hatte. Sie konnte das Rennen fertig fahren, nur hatte sie leider einen falschen Posten gezwickt und somit war die österreichische Damenstaffel disqualifiziert.

Nach einem Ruhetag wurde am 11.08. die Langdistanz ausgetragen. Das Gelände war von langgezogenen Hügeln geprägt und der Bahnleger hatte sich für den Wechsel zwischen schnellen, einfachen Abschnitten und genauen, feinen Orientierungsaufgaben entschieden. Ich hatte bis auf ein paar Routenwahlen ein sehr gutes Rennen. Zwischenzeitlich im Anflug auf einen Top10 Platz machte ich leider im Schlussabschnitt ein paar Fehler. Meine Beine waren leider zu schnell für meinen Kopf. So verlor ich noch ein paar Minuten, konnte mich aber über den ausgezeichneten 12.Platz freuen.

Den Abschluss der WM machte der Sprint. In einem Kasernengelände nähe Allentsteig führte die Bahn in dem flachen Gelände zwischen den Kasernengebäuden und anderen Objekten durch. Schnelle Beine waren an diesem Tag gefragt. Ich übersah zwei Mal eine Wegeinfahrt und musste ein paar Meter zurück. Dennoch blieb ich ansonsten fehlerfrei und hatte schlussendlich weniger als eine Minute Rückstand auf die Siegerzeit! Echt ein cooles Erlebnis! Und der 11 Platz war ein guter Abschluss einer erfolgreichen Woche!

Jetzt steht zuerst mal Erholung am Programm, bevor es in die nächste Trainingsphase für den letzten Weltcup der Saison geht. Dieser findet Ende September in Portugal statt.

Liebe Grüße, Marina

Über den Autor
Marina Reiner

Verein: Naturfreunde Villach
Sportart: Mountainbike-Orientierung
Geburtstag: 30.11.1990

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